Information

 

 

Mit der Durchführung des Urlaubsprojektes Atempause wurde vor 20 Jahren innerhalb von pro mente Austria der Mitgliedsverein pro mente Wien betraut.
pro mente Wien, Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit, besteht seit 1965 und Obfrau ist Frau Dr. Hemma Swoboda. pro mente Wien bietet Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit, Begleitung und Selbsthilfe. Alle Angebotsbereiche werden stetig nach dem Bedarf der KlientInnen (weiter)entwickelt, mit dem Ziel, ihre Lebensqualität und ihre gesellschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern.
Damit das Gefühl „ich mache Urlaub, wie andere auch“ vermittelt wird, ist der Atempause-Urlaub auf dem Normalitätsprinzip aufgebaut, d.h. die TeilnehmerInnen bezahlen für Unterkunft, Anreise, Abreise etc. Die Kosten der zusätzlichen Betreuungsleistungen werden von diversen KooperationspartnerInnen übernommen. Die Unterkünfte sind Pensionen, Gasthöfe und Hotels im In-und Ausland, in denen die TeilnehmerInnen in Einzelzimmer und auf Wunsch in Doppelzimmer mit Halbpension untergebracht werden.
Am Ende jedes Urlaubs werden an die TeilnehmerInnen Fragebögen zur Evaluierung Ihrer Eindrücke, Erlebnisse und Kritik ausgegeben. Die Zufriedenheit mit dem Atempause-Urlaubsprogramm und der psychosozialen Begleitung liegt im Durchschnitt bei 90%.

 

Voraussetzungen & Herausforderungen

 

Für die Anmeldung eines Atempause-Urlaubes müssen Teilnahmevoraussetzungen, wie z.B. keine Pflegebedürftigkeit, ein gewisses Maß an Selbständigkeit oder die Bereitschaft, sich auf Neues und Anderes einzulassen, erfüllt sein. Die Voraussetzungen für eine Projektteilnahme werden nach den Erfahrungen jeder Urlaubssaison neu überdacht und teils umformuliert oder ergänzt. So wird stets versucht, Überforderungen von TeilnehmerInnen und Krisensituationen am Urlaubsort weit möglichst zu vermeiden, so mal es für einige überhaupt der erste Urlaub ihres Lebens ist.
Eine große Herausforderung stellt für die TeilnehmerInnen das Zurechtfinden in der Gruppe dar, da viele TeilnehmerInnen erst das richtige Maß an Nähe und Distanz erfahren müssen, um sich in die Gruppe einbringen aber auch zurückhalten zu können. Bei dieser Erprobung stehen die psychosozialen Begleitpersonen während der gesamten Urlaubswoche bei.