Atempause Urlaubsprojekt
Mit der Durchführung des Urlaubsprojektes Atempause wurde vor mehr als 20 Jahren innerhalb von pro mente Austria der Mitgliedsverein pro mente Wien betraut.
pro mente Wien, Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit, besteht seit 1965 und Frau Dr. Hemma Swoboda ist Obfrau. pro mente Wien bietet Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit, Begleitung und Selbsthilfe. Alle Angebotsbereiche werden stetig nach dem Bedarf der Klientinnen und Klienten (weiter)entwickelt, mit dem Ziel, ihre Lebensqualität und ihre gesellschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern.
Urlaub fern seiner gewohnten Umgebung zu machen ist mit gewissen Anforderungen verbunden – Planung, Organisation, Umsetzung. Für viele Menschen mit psychischen Erkrankungen stellen diese Aufgaben unüberwindbare Hürden dar.
Die Intention des Atempause Urlaubsprojektes ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen aus ganz Österreich, die sich im rehabilitativen Stadium befinden und noch nicht in der Lage sind, alleine in den Urlaub fahren zu können, Urlaube fernab von ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Das Urlaubsangebot kann unabhängig davon, ob die teilnehmenden Personen in einem Betreuungsverhältnis von pro mente Mitgliedsorganisationen stehen, in Anspruch genommen werden. Dabei geht es nicht nur darum, betroffenen Menschen eine Auszeit von ihrem Alltag zu bieten, sondern auch ihrem direkten persönlichen Umfeld eine „Atempause“ zu gönnen.
Die breitgefächerte Zielsetzung des Projektes reicht dabei von Erholung, Teilhabe, soziale Integration und Antistigma bis hin zum Trainieren von sozialen Kompetenzen für die Teilnehmer:innen. Die Urlaubsgruppen werden von Outdoorpädagoginnen und Pädagogen, psychosozialen Fachkräften und/oder Praktikantinnen und Praktikanten begleitet, die beim Einüben selbstbestimmter Aktivitäten und beim (Wieder-)Entdecken von vorhandenen Ressourcen unterstützen sowie im Falle einer Krise beistehen können. Die Freizeitaktivitäten werden gemeinsam mit den Teilnehmer:innen geplant, um den persönlichen Erholungswert anhand von erlebter Autonomie zu fördern und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Damit das Gefühl „ich mache Urlaub, wie andere auch“ vermittelt wird, ist der Atempause Urlaub auf dem Normalitätsprinzip aufgebaut, d.h. die Teilnehmer:innen bezahlen für Unterkunft, Anreise, Abreise etc. Die Kosten der Begleitpersonen werden von Kooperationspartner:innen übernommen. Die Unterkünfte sind Pensionen, Gasthöfe und Hotels im Inland, in denen die Teilnehmer:innen in Einzelzimmern und auf Wunsch in Doppelzimmern mit Frühstück/Halbpension untergebracht werden.
Am Ende jedes Urlaubs werden an die Teilnehmer:innen Fragebögen zur Evaluierung Ihrer Eindrücke, Erlebnisse und Kritik ausgegeben. Die Zufriedenheit mit dem Atempause Urlaubsprogramm und der psychosozialen Begleitung liegt im Durchschnitt bei 90%.
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